DIN 18230, Die Muster-Baurichtlinie Industriebau und FRAME
Ich mochte mir gern beim Leser entschuldigen für meine beschränkte
Beherrschung der Deutscher Sprache.
Einleitung
FRAME ist eine Rechnerische Methode für Risikobewertung, ähnlich an der
DIN 18230 und der Musterbaurichtlinie Industriebau März 2000,
aber ist mehr flexibel. FRAME ist aus die Schweizerische
Gretener-Methode entwickelt.
In Deutschland, wie in andere State, gibt es Richtlinien und Bauordnungen um die Brandsicherheit zu gewährleisten.
Zugrunde der Vorschrifte liegt eine implizite Risikobewertung, es
heißt das das Brandrisiko der Gebäude gesellschaftlich
akzeptabel ist, wenn die Vorschriften beachtet sind.Die gesellschaftliche Schutzziele sind:
- Sicherheit der Menschen (und der Feuerwehr)
- Schutz der Nachbarbebauung und der Umwelt
- Das Versagen der Bauteile während eine bestimmte Zeite vermeiden (genügend für Evakuierung und Brandbekämpfung).
In der MBO steht es so : Bauliche Anlagen
müssen so beschaffen sein, dass der Entstehung eines Brandes und
der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorgebeugt wird und bei einem
Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind.
Die Schadenbegrenzung (Sachschaden und Betriebsunterbrechung) ist eigentlich kein
Gesellschaftliches Ziel, sonder gehört zu die Sorge der Inhaber
und der Versicherung.
Die Schutzziele sind in die meiste Bauverordnungen nicht bewertet, sie sind weggesteckt hinten die Bauvorschriften. Es gibt in Deutschland sogenannte
Expertensystem für Brandschutzbeurteilung, die aber keine Risikobewertung machen
sonder der Benutzer durch den Labyrinth der Vorschrifte weiterhelfen.
Risikobewertung mit FRAME
FRAME macht eine Risikobewertung ohne zu nationale Vorschrifte zu
überweisen, weil das Feuer nicht anders brennt in Deutschland, Oesterreich,
Schweiz, Belgien als in die andere Länder der Welt. Es ist aber
möglich mit FRAME die unterliegende (nationale) Risikobewertung
zu berechnen, wenn man die Risikoberechnung macht für die nach
der Vorschriften größten zugelassen Brandabschnitte.
FRAME schließt an bei die Risikobewertungsmethoden die
für Maschinen und Arbeitssicherheit benutzt werden. Die Struktur solcher
Methoden findet man zurück bei die Maschinesicherheitsnormen EN1050
und EN954-1 und bei Methoden wie KINNEY u.a.
Dort definiert man die Risikobewertung als eine Kombination einer
Unfalls-Konsequenz S (= severity) , einer Aussetzungsdauer E ( = exposure) und
einer Vorgehenswahrscheinlichkeit P (probability), wobei man eine Hochstwert für das Produkt S
* P * E £
C festlegt.
Man kann das vorstellen als einer dreidimensionaler Parabol, wobei alle Risikos unter den (blauen)
Decke akzeptabel sind, und die andere korrigiert werden mussten.

Schreibt man dieser Formel logarithmisch, dann bekommt man :
log (S * P * E) £ Log C
oder log S + log P + log E £ Log C
oder log (S * P) + log E £ Log C
oder log S + log P £ Log C log E
oder log (S * P) £ Log C- log E
aber auch : log (S * P) / (Log C- log E) £ 1
was eigentlich die FRAME - Grundformel ist :
P/D.A = P/D. ( 1.6 - f(a,t,c,r,d)) £ 1
Für eine Risikobewertung bei Brand kann man drei Szenarios
unterscheiden : Ein wachsende Brand als Bedrohung der Benutzer eines
Gebäudes, ein Grossbrand für die Sachschaden, und ein
allgemeine Brand mit schwere Betriebsunterbrechung. Dafür sind
in FRAME drei Teilberechnungen vorgesehen.
Muster-Richtlinie Industriebau
In März 2000, hat die Fachkommission
Bauaufsicht der ARGEBAU die Muster-Richtlinie über baulichen
Brandschutz im Industrie neu ausgegeben. Diese Vorschriften sind ein
Versuch Brandgeschehen und Voraussetzungen, vorbeugender Brandschutz
und aktive Brandbekämpfung in ein Modell zu fassen. Die
Vorschrifte für die Rettungswege sind einfach, weil es in
Industriegebäude nur wenig Personen gibt, die meistens die
Umgebung kennen.
Die Vorschriften sind darum vor allem dargestellt um
der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorzubeugen und wirksame
Löscharbeiten möglich zu machen. Das ist das Ziel der erste
Teilberechnung in FRAME. Die Musterbaurichtlinie hat eine implizite
Risikobewertung und zwar zwei Modelle um die Grenze einer akzeptabel
Risiko festzulegen.
In der M IndBauRL Kapitel 6, Tabelle 1, gibt man eine
Kombination von Brandschutzkategorien, Anzahl der Geschosse,
Feuerwiderstandsdauer und zulässige
Brandabschnittsflächengrosse.
In der M IndBauRL Kapitel 7 findet man eine mehr
detaillierte Nachweis,wobei die DIN18230-1 benutzt werd. Aus dem
vergleich zwischen die Tabelle 1 und 9 kann man ableiten das an
Tabelle 1 ein Equivalent Branddauer von 90 min nach DIN 18230
hinterlegt.
Es ist besonder interessant um die Risikobewertung
FRAME und die Kombination Musterbaurichtlinie und DIN18230-1 zu
vergleichen, um festzustellen wo die Unterschiede liegen.
Branddauer als Bemessung der Konsequenzen
Die äquivalente Branddauer, wie bei DIN18230, druckt eigentlich die
Konsequenz einer unkontrollierte Brand aus, durch eine Vergleichung mit
eine Standard- Brandkurve ( sehe auch an Eurocode EN1991-1-2) zu machen.
Diese Brandkurven sind logarithmische Temperatur- Zeitkurven, die solche
entwickelte Brand ausbilden.

Beim Natürlichen Brandmodel wird vor diesen Log- entwicklung eine
Wachsfase ausgebildet als eine t² -Kurve, und nachher ein flaches Teil
und eine lineare oder t² Schwanz für das Ende des Feuers.

Das flaches Teil dieser Kurve stellt weder eine Ventilation- kontrollierte
Flash-over oder eine durch Brandbekämpfung kontrollierte Brand vor.
Beim äquivalente Branddauer nimmt man dass höchste Punkt der Kurve
und vergleicht es mit die Standard ISO 834 Brandkurve.
Wenn man in DIN18230-1 Teil 4.2 die äquivalente Branddauer
als t = q.c.w beschreibt, nimmt man an das die Branddauer
proportional mit der Brandlast ist. In die Niederlande gebraucht man
die Faustregel 1 kg Holz /m² = 14 MJ/m² = 1 min
äquivalente Branddauer. Die ISO -Brandkurve ist auch auf eine
konstante Verbrennung basiert, wie man nach Flash-over erwarten kann.
In FRAME wird die Bewertung der Schwere der
Konsequenzen wird mit die drei Faktoren q, v und i durchgeführt.
Die Brandlastfaktor q ist
wesentlich eine logarithmische Bildung der Schwere und geht zusammen
mit die log zeit der ISO- Brandkurve.
q = 2/3 * log (Qi + Qm) - 0.55
Die 0.55-Wert korrigiert das Energieverlust beim Anfang und durch die Wände und Rauch.
Beim Vergleich zwischen die Ziffer von FRAME und DIN 18230 soll man beobachten
das FRAME eine logarithmisch Grundlage hat ( wie die Y- Achse der ISO-Kurve)
und DIN 18230 eine lineare Grundlage (wie die X-Achse der ISO-Kurve)
Rauchabzugsanlage
In DIN 18230 Teil 8 wird eine Methode vorgesehen um die günstig Wirkung einer
Rauchabzugsanlage durch den Wärmeabzugsfaktor einzurechnen. In
FRAME findet man das zurück beim Faktor v.
v = 0.84 + 0.1 log Q m - [ k * (h )½ ] ½
In der DIN wird aber die vertikale (av) und die horizontale Ventilation (ah) beobachtet, und in FRAME nur die (av) . Das ist aus praktische Grunde, weil in
die meiste Gebäude gibt es genügend Türe und Fenster
um frischen Luft einzubringen (ah) , weil er oft keine öffnungen
gibt um der Rauch abzuleiten (av). In beider Methoden heißt es
dass ein gute Wärmeabzug ein niedriger Brandrisiko bedeutet.
Die Minderung der Branddauer in einem Raum begrenzt durch Baustoffe mit großem
Wärmeabfluss ( Umrechnungsfaktor c) ist nicht eingerechnet in FRAME. Verantwortung
dafür ist dass solche Wände aufgrund der Energieverlust
beim normalen Betrieb nur wenig vorkommen.
Brandbelastung und Branddauer
Im Teil 6 der DIN 18230 findet man ein Formel für die Ermittlung der
Rechnerische Brandbelastung. Man kann diese Methode (ohne Gebrauch der Abbrandfaktor m) benutzen um die Brandlast in FRAME einzuführen, aber im Praxis ist die
Kupplung mit der Sprinklerklasse wie in FRAME vorgestellt viel praktischer.
Die Rechenwerte aus DIN18230-3 (Brandleistungen) sind auch nach FRAME zu
übersetzen.
Zb. Für Brandrisiken aus Klasse BG2 kann man die
Brandleistungen in kW/m² durch Multiplikation mit 3,6 (3600 sec
= Branddauer 1 Stunde ) in Brandlasten in MJ/m² umrechnen.
Der Abbrandfaktor m ist relevant für die Wachsphase des
Feuers. Das Beiblatt die DIN18230 gibt dafür Werte. In FRAME
sind die zwei Teilfaktore m und T der Brandausdehnungsfaktor i
maßgebend für die Abbrandgeschwindigkeit.
In DIN 18230 bekommt man eine niedriger Brandlastbewertung für
geschlossenen Systemen. In FRAME findet man das zurück beim
Teilfaktor m, dem Brennbarkeit der Oberflächen. Eine hohe Brandlast
in unbrennbar Behalter wird so ein niedriger Bewertung heben.
Die Abbrandfaktor und die Abminderung für geschlossenen Systemen findet man also in die i-Formel zurück:
i = 1 - ( T/1000) - 0.1* log m + ( M / 10)
In die M IndBauRL Kapitel 7 werden mit Faktor F1 die äquivalente
Branddauer und dieBrandabschnittgrosse abgewogen. Ebenso kann man in FRAME das
potenzielle Risiko P konstant halten, wenn ein größere
Wert für die Faktoren q, v und i durch eine niedriger Wert für
Faktor g (Abschnittgrösse) ausgleicht werd. Mit einige einfache
Probeübungen kann man gleich sehen dass die beide Methoden
parallel laufen.
Mehrgeschossige Abschnitte
Die Musterbaurichtlinie hat zusätzlich
Beschränkung (Faktoren F3, F4, F5) für mehrgeschossige
Abschnitte, was man in FRAME auch bei die Faktoren e und z
zurückfindet.
Das unterschied ist das die Musterbaurichtlinie die
Große aller Geschosse gleich beschränkt, weil FRAME
mit dem Etagennummer (und die Teilzeile) rechnet und theoretisch eine
Pyramide genehmigen kann.
Dabei gibt FRAME zusätzlich Beiwerte in die
Faktoren g und z wobei aufgrund der Form und Zugänglichkeit des Abschnittes das Risiko für
Brandausbreitung (un)günstig beurteilt wird.
Brandenstehenswahrscheinlichkeit
Mehrere Brandrisiko-übersichten nehmen an das die wahrscheinlich eines Brandes
statistisch gleich ist für jedes Aktivitätengruppe. Mann hat gefunden dass die
Wahrscheinlichkeit um 10-6 Vorfalle pro m² pro Jahr
liegt in Büros, Wohnungen und Industrie und etwas 10-fach
niedriger in Lager.
In Lager gibt es aber anderes Phänomen: das Feuer ist oft später entdeckt und ist
schneller unbeherrschbar und die Brandangriff scheitert frequenter.
Das die Musterbaurichtlinie kein unterschied macht zwischen Lager und Industrie deutet darauf das man
annehmt das die höhere Versagenswahrscheinlichkeit des
Brandangriffs in Lager die niedriger Wahrscheinlichkeit des Brandes
ausgleicht.
In FRAME wird das Unterschied gemacht im Aktivierungsfaktor a: In Falle wo ganz wenig Zundquellen
sind wird ein Hoheres Risiko akzeptiert, aber wenn es mehrere
ungünstig Elemente gibt, ist die Beurteilung viel strenger.
Durch diese Vorgehensweise kann man mit FRAME das günstig Effekt der Risikobegrenzung als
Vorbeugende Maßnahmen verrechnen, was man nicht in der
Musterbaurichtlinie und in DIN 18230 zurückfindet.
Berücksichtigung der Brandschutz
In der Musterbaurichtlinie und in die Ermittlung der erforderliche Feuerwiderstandsdauer
nach DIN18230 Teil 4.3 wird ein Zusatzbeiwert benutzt zur Berücksichtigung der
brandschutztechnischen Infrastruktur.
In FRAME findet man das hauptsächlich zurück in die
Teilfaktoren S, W und U. FRAME macht kein Unterschied nach den
Gruppenstärke der Werkfeuerwehr, sondern schaut an ob sie
zeitlich oder permanent einsetzbar sind. Die FRAME Beurteilung ist
aber mehr detailliert für die Brandmeldeanlagen, die
Sprinkleranlagen und offenbarlich Feuerwehr und schaut auch die
Wirkungsgeschwindigkeit und die Zuverlässigkeit der
Infrastruktur an.
Diese Arbeitsweise findet man auch zurück beim EN954-1, wo
die höheren Schutzkategorien 3 und 4 nur durch gesicherte
Zuverlässigkeit erreicht werden können.
Für kleinere Risiken bedeutet das man mit FRAME einfacher
Schutzkonzepte dulden kann. An die andere Seite wird in der Faktor N
Schwäche wie unzureichende Organisation, beschränkte
Wasserversorgung, oder eine verspätete Feuerwehrangriff
bestraft.
Am Ende wird man in alle Falle eine Feuerwiderstandsdauer
brauchen, Die Musterbaurichtlinie un DIN18230 geben ein
erforderliche Werte, und danach kann man die Abschnittsgrosse
festlegen.
Bei FRAME hatte man bereits bei die Ermittlung von P die
Geschossgrosse eingeführt und soll man am Ende die vorbeugende
(passive) und abwehrenden (aktive) Brandschutz mit den Faktoren S und
F auf einander abstimmen.
Weitere Möglichkeiten
Wo die Anwendung der DIN18230 auf der Industriebau beschränkt ist, kann man FRAME auch für
andere Gebäude benutzen, um z.B. die Gleichwürdigkeit eines
alternatives Brandschutzkonzept mit den Vorschrifte zu beweisen, für
neue oder bestehende Gebäude. Im solchen Fall soll man zwei
Berechnungen machen: Erst mit dem Brandschutz nach den vorschritten
um das inhärente Risikoniveau zu finden, und zweitens mit dem
alternativen Vorschlag.
Die Stärke der FRAME-Methode ist das Unterschied zwischen Personenschutz, Sachschadenschutz
un Betriebsunterbrechung, durch die drei Risikobewertungen.
Leider kann man damit, wie beim Düsseldorf Lufthafenbrand, nachträglich
beweisen das die Vorschrifte nicht immer ihren Ziel treffen.
Oft wird mit FRAME deutlich werden das in Gebäude mit erhöhten Risiko, z.B. bei Anwesenheit
vieler Leute oder gefährlicher Nebentätigkeiten, das die
traditionelle Vorschrifte unzureichend sind für den
Personenschutz.
Wenn man in der Lage ist das die Vorschriften nicht ohne hohe Unkosten beachtet werden können,
kann man mit FRAME einfach nachprüfen welche zusätzliche
erschwingliche maßnahmen reichen.
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