Vorbeugender Brandschutz in den Gebäudeteilen  Aus der Funktionalität des Gebäudes heraus ist bei der ursprünglichen Konzeption auf eine Unterteilung des Gebäudes in Brandabschnitte verzichtet worden. Korres­pondierend dazu wurden alle Einbauten und Baustoffe in der Baustoffklasse A (nicht brennbar) gefordert. Sitzmöbel mussten mindestens schwer entflammbar sein (B 1), als Gar­dinen wurden nicht brennbare Metallketten verwendet. Ankunftshalle (Untergeschoß ) Die Ankunftshalle war konzipiert für die Flugsteige B und A. Die zum Betrieb dieser Halle erforderliche Elektroinstal­lation wurde auf Kabeltrassen im Deckenzwischenbereich verlegt. Die abgehangene Decke bestand größtenteils aus Aluminiumprofilen mit Leuchtbändern. Zur Abführung des in einem Brandfall anfallenden Rauches dienten als Zuluft die Öffnungsflächen der Zu- und Abgänge ins Freie, ausgebildet als automatische Schiebetüren. Die offe­nen Treppen dienten als Führung der Abluft in die dar Überlie­gende ausgedehnte und hohe Abflughalle. An den höchsten Stellen dieser Abflughalle (z.B. in den Bereichen der in das oberste Geschoss -Transitebene- führenden Rolltreppen) sowie in den Flugsteigen A und B waren Rauch- und Wärmeabzugs­klappen installiert, die im Brandfalle auch geöffnet haben. Der Flugsteig C war im Hinblick auf brandvorbeugende Maßnahmen autark geregelt; in der Ankunftsebene (unten) wurde eine Feuerschutztür T 90 als Rolltor und in der Abflugebene (oben) eine Rauchschürze installiert. Beide Abschottungen haben im vorliegenden Brandfall ihre vorgesehenen Aufgaben erfüllt. Bedingt dadurch, dass in der oberen Ebene lediglich eine Rauchschürze angebr acht war, konnte der Rauchübertritt in den gesamten Flugsteig C aufgrund der enormen Rauch­gasmenge nicht verhindert werden. An den Schnittpunkten der Terminalerweiterung und des bestehenden Zentralgebäudes sind Brandwände und Feuer­schutz-Rolltore in Feuerwiderstandsklasse T 90 installiert. Mit dieser Trennung konnte die Ausbreitung von Feuer und Rauch in diesen Bereich verhindert werden.   Rettungswege Die Grundforderung nach dem zweiten Rettungsweg wurde beachtet. Von jedem Punkt der Hallen sind mindestens zwei Ausgänge in Treppenräume oder unmittelbar ins Freie zu erreichen. Aus den Räumen auf der Ebene der Abflughalle sowie aus den Räumen, die an der umlaufenden Galerie der Abflugebene liegen (Konferenzraum, Büroräume, VIP-Lounge), hat man die Möglichkeit, in zwei Richtungen flie­hen zu können.   Alarmierungs- und Meldemöglichkeiten Im gesamten Bereich sind Druckknopfmelder installiert, die bei der Flughafenfeuerwehr aufgeschaltet sind. Automati­sche Brandmeldesysteme sind teilweise in einigen Bereichen (Kantine, Küche) vorhanden.   Eine Sprinkleranlage war nicht vorgesehen. Nachweis mit FRAME  Diese Brandfall wird mit den Daten aus diesem Bericht mit FRAME nachgerechnet: FRAME Gutachten (pdf)  . Das berechnete Risiko R ist für das Patrimonium : 2.55 ; Das berechnete Risiko R1 ist für die Personen: 2.01 ; Das berechnete Risiko R2 ist für die Aktivitäten:1.30  ; Für einen gut geschützten Brandabschnitt sind R, R1 und R2 nicht größer als 1. Diese mit FRAME berechnete Werten bedeuten leider dass eine Katastrophe zu erwarten war ...