Gestaltung der Flucht- und Rettungswege Die Anwesenheit von überwiegend ortsunkundigen Personen bei einer gleichzeitig hohen Personendichte im Gebäude erfordert eine konsequente Fluchtwegführung. So ist für die öffentlichen Bereiche eine maximale Fluchtweglänge von 25 Metern festgelegt worden. In nichtöffentlichen Bereichen (Bürobereiche, Technikbereiche) wurden 35 Meter als maximale Fluchtweglänge akzeptiert. Die Räumung des Gebäudes wird im Wesentlichen über die Hauptzugänge und Ausgänge und die innerhalb der Gebäudebereiche angeordneten Treppenräume sichergestellt. Um die erforderliche Passagierkapazität zu erreichen, wurden alle Fluggastbrücken zusätzlich mit einem Fluchttreppenraum ausgestattet. Für das Zentralgebäude und Flugsteig B stehen insgesamt 36 Treppenräume mit direkten Ausgängen ins Freie zur Verfügung. Die innenliegenden Treppenräume sind Druckbelüftungsanlagen und die außenliegenden Treppenräume mit Rauchabzugsöffnungen ausgestattet.   Bedingt durch die spezifische Nutzung sind einige Verkehrswege innerhalb des Gebäudes sowie die vorfeldseitig gelegenen Notausgangstüren während des Betriebes verschlossen. Sämtliche Türen und Ausgänge, die im Gefahrenfall als Fluchtwege genutzt werden können, sind daher mit bauaufsichtlich zugelassenen elektrischen Verriegelungssystemen ausgestattet, die von der Brandmeldeanlage gesteuert den Fluchtweg freigeben. Anlagetechnische Brandschutzmaßnahmen Zur Unterstützung der baulichen Brandschutzmaßnahmen und zur Sicherstellung des Personenschutzes sind zahlreiche anlagetechnisch Maßnahmen umgesetzt worden. Die wesentlichen und sicherheitsrelevanten Anlagenkomponenten werden nachfolgend erläutert.   Brandfrüherkennung. Das Alarm- und Informations-Management-System des Gebäudes fasst zahlreiche anlagentechnische Komponenten zu einem übergeordneten System zusammen. Wesentlicher Bestandteil ist die Brandmelde- und Gefahrenmeldeanlage mit zahlreichen Schnittstellen zu weiteren Anlagenkomponenten (Elektroakustische Anlage, Videoüberwachungsanlage. Verkehrsleitsystem, Funkanlage, Aufzugsanlagen, Gebäudeleittechnik).   Zur Sicherstellung einer schnellen Brandentdeckung ist im Gebäude eine flächendeckende automatische Brandmeldeanlage installiert. Die Einteilung der insgesamt 200 Meldebereiche für die Brandmeldeanlage erfolgt den VdS-Richtlinien und der Einteilung von Funktionsbereichen. Außer der automatischen Brandmeldung an die Feuerwehr werden zahlreiche Interaktionen durch die BrandmeIdeanlage ausgelöst. Je nach Gefahrensituation werden die Entrauchungsmaßnahmen eingeschaltet, die Lüftungsanlagen ausgeschaltet, das Fluchtwegleitsystem aktiviert und die Notausgangstüren automatisch geöffnet oder für den Durchgang freigeschaltet. Die automatische Brandfrüherkennung ist Voraussetzung für einen schnellen und zielgerichteten Feuerwehreinsatz. Durch eine konsequente Zwei-Melder-Abhängigkeit innerhalb eines Meldebereiches werden Täuschungsalarme weitestgehend ausgeschlossen.   Personenalarmierung durch elektroakustische Anlage Außer der Brandfrüherkennung ist das gesamte Gebäude mit einer flächendeckenden elektroakustischen Anlage (ELA) für die frühzeitige Personenalarmierung ausgestattet. Wegen der Vielzahl der Nutzungseinheiten und der Großflächigkeit sind insgesamt etwa 4800 Lautsprecher installiert. Maßnahmen zur Rauchfreihaltung Das Entrauchungskonzept zur Sicherstellung des Personenschutzes ist von wesentlicher Bedeutung. Für die Erhaltung von raucharmen Schichten in definierten Höhen sowie für die Verhinderung einer großflächigen Rauchausbreitung sind in allen öffentlichen Terminalbereichen Entrauchungsanlagen vorgesehen. In der Regel sind mechanische Entrauchungseinrichtungen unterschiedlicher Wirkungsweisen und Schutzzieldefinitionen installiert.